Stadtspaziergang um den „Stettiner Bahnhof“ herum
Donnerstag, 23. April 2026 13:00
Der heutige Nordbahnhof war als „Stettiner Bahnhof“ einer der bedeutendsten Haltepunkte in Berlin. Nachdem von hier 1842 der erste Zug nach Eberswalde abgefahren war, wurde er mehrmals umgebaut und umbenannt. Stets schrieb er Geschichte: 1934 besteigen 1.251.000 Reisende hier ihre Züge – so viele wie auf keinem anderen Fernbahnhof Berlins. Am 8. August 1924 startete von seinem Vorortbahnhof die erste elektrische Berliner S-Bahn nach Bernau; allerdings kommt die Nord-Süd-S-Bahn erst 1936.
Dass der Bahnhof an der Grenze zwischen den Berliner Bezirken liegt, bestimmt dann sein weiteres Schicksal. Der lange S-Bahn-Ausgang zur Gartenstraße kann einiges erzählen. Der „Stettiner Tunnel“, eine Fußgängerverbindung hauptsächlich für die Arbeiter in den Maschinenbauanstalten unter den Bahnanlagen hindurch berichtet sogar von „Klassenkämpfen“. Das Eingangstor werden wir auf der „Westberliner“ Seite sehen, wo es auch einiges zu erzählen gibt über die „Ernst-Reuter-Siedlung“ und über die Scharfrichterei, wo 1837 die letzte Hinrichtung im Volksfeststil stattfand.
Zwar wurde der Bahnhof im Krieg schwer zerbombt, aber er war noch nutzbar. Warum also fuhr doch am 17. Mai 1952 der letzte Reisezug? Heute wird das Gelände ganz anders genutzt. Wenig erinnert an die lange Bahngeschichte. Dafür können wir aber nun das begrünte Gelände betreten, und stehen auf der „Ostberliner“ Seite in einem Wohngebiet, das auch für die Straßenbahn einstmals eine große Bedeutung hatte. Und wer kennt schon dort den „Wöhlertgarten“ und den anschließenden Friedhof mit seinem berühmten Grab?
Interessierte können sich bis zum 20.04.2026 per Mail (
(030 – 93 77 18 26) oder direkt in unserer Geschäftsstelle anmelden.
Wir freuen uns über eine rege Teilnahme
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- Donnerstag, 23. April 2026 13:00